Am 2. März bin ich um halb 4 zusammen mit Sintija, Antonio und Sario nach Cisternino und dann nach Alberobello gefahren.
Sario ist selber gerade erst vor 2 Woche von seinem 1-jährigen EVS Aufenthalt in Estland zurückgekommen. Antonio ist sein Onkel, und selber sehr interessiert in Jugendaustausch und anderen Kulturen usw.
Die beiden waren total nett zu uns. Sario weiß wie es ist, wenn man in einem anderen Land ist. Und Antonio ist ein typischer Italiener, totaler Gentleman.
(Zwischeneinfwurf – Der liebe Steeve, ja der Franzose, kriecht gerade am Boden herum und Miaut…. Franzosen sind einfach verrückte Menschen!!)
Nach zirka einer Stunde Fahrt, und Gesprächen von Vegetarismus bis ignorante Italiener, sind wir in Cisternino unserem ersten Ziel angekommen. Dort haben wir den einzigen Ashram, Hindu-Tempel, von Süd Italien besucht.

Antonio ist sehr gewandt in diesem Thema, und hat es genossen uns (vor allem mir und Sario, Sintija war eher weniger interessiert) von Hinduismus und diesem Platz zu erzählen. Er fährt jedes Monat 1mal dorthin und nimmt an Zeremonien teil.
Dieser Platz war die totale Zufriedenheit. Ich habe mich sofort wohl gefühlt dort. Die ganze Umgebung war irgendwie gefüllt mit Frieden und Ruhe und Liebe. JA ich weiß klingt jetzt sicher total verrückt – und ihr könnt gerne lachen.
Aber dort hab ich mich zum ersten Mal seitdem ich hier bin in Italien richtig wohl gefühlt.
Und dass Antonio und Sario es so gut verstanden haben, dass dieser Platz etwas besonderes ist, hat noch dazu beigetragen. Wir haben dann eine Stunde warten „müssen“ bis die nächste kleine Zeremonie stattfindet.
Es war ein eigenartiges Gefühl dort mitzumachen. 3 Frauen und ein Mann haben gesungen, dann wurden so eine Art Gebete gesprochen. Jeder musste/konnte eine Glocke (die überall im kleinen Tempel von der Decke hängen) läuten (war seeehr laut!). Dann ist die Frau die alles geleitet hat rund herum gegangen im Tempel und hat jedem Wasser in die rechte Hand gegeben. Dieses Wasser hat man sich dann über die Haare gekippt.
Dann ist sie mit einer Arte Kerze herum gegangen und jeder hat sich das Feuer Richtung Körper gefachelt und hat sich durch Hände falten dafür bedankt.
Dann ging die Zeremonie weiter in den nächsten Tempel. Dort waren, denk ich, 4 oder 5 so kleine „Tempel“. Da es schon spät war sind wir aber gegangen.
Ich hoffe, dass Antonio mich nächsten mal mitnimmt, wenn er wieder hinfährt. Es war wirklich ein tolles Erlebnis dort.
Dann sind wir wieder Richtung Altamura zurück gefahren. Haben aber einen Halte in Alberobello gemacht. Dort sind die berühmten Trulli`s zu Hause. Diese sind UNESCO Welterbe. War leider schon etwas dunkel, aber total lieb anzuschaun.

Danach sind wir zurück nach Altamura. Und auch diese relativ lange Autofahrt haben wir genutzt um Sario`s Erfahrungen und Erwartungen usw. zu hören und uns auszutauschen.
Er hat es sehr gut verstanden, dass es mir und auch Sintija die letzte Woche nicht immer gut ergangen ist. Und dass es am Anfang einfach sehr schwer ist sich in einer neuen Kultur, einem neuen Land, einer neuen Umgebung einzuleben.
Nächstes Wochenende machen wir vielleicht wieder einen Trip in die Umgebung. Vielleicht zu den Grotten in … irgendwo – kann mich nicht erinnern.